Elefantenherde im Luangwa-Valley

Die Patrone .458 Lott (ähnlich .450 Watts oder .450 Ackley)

Diese Patrone ist ideal für den Einsatz in Afrika sowohl für den "professional hunter" als auch für den Jagdgast, der nur mit einer Büchse nach Afrika reist. Die Vorteile und Eigenschaften dieser Patrone sind hier kurz zusammengestellt:

- die Abmessungen der Gürtelhülse (Basis .375 H&H) erlauben es, viele Repetierbüchsen, die für .375 H&H und .458 Winchester erhältlich sind, preiswert umzubauen. (ausgehend von einer .458 Win.). Die Magazinkapazität von 3 bis 4 Schuss lässt sich erhalten. Patronen wie .500 Jeffery, .450 Rigby, .460 A-Square, .460 Weatherby und andere mit viel dickeren Hülsen erfordern für die gleiche Leistungsklasse der Patronen erhebliche Umbauten der Systeme oder eigens konstruierte Waffen. Das Gewicht der Büchse einschl. Safari-ZF kann unter 4,5 kg liegen und damit auch bei längerer Pirsch in der Hitze noch "tragbar" bleiben.

- im Gegensatz zu den oben genannten Großwildpatronen, die z.Tl. 20,-- bis 25,-- DM pro Stück kosten, kann ein erfahrener Wiederlader die .458 Lott mit relativ preiswerten Materialien und Matritzen anfertigen. Die Geschossauswahl ist die bei weitem größte aller Großwildgeschosse. Im Notfall lassen sich auch Patronen .458 WinMag verschießen.

- mit modernen "High Energy" Treibladungspulvern lassen sich sehr leistungsstarke Laborierungen erstellen, die die von erfahrenen Großwildjägern geforderte Mündungsgeschwindigkeit von 2400 f/s erreichen. Diese wird u. a. von den nostalgisch überbewerteten älteren Patronen für Doppelbüchsen nicht erreicht. So liegt der "Penetration Index" nach Alphin mit 132 in der absoluten Spitzenklasse. Einige Werte der Mündungsenergie zum Vergleich:

.500 Jeff: 9300 Joule,  .460 Weath: 9800 J,  .458 Lott impr: 8600 J,  .458 WinMag: 6300 J.

Feldversuche an Schädeln von Elefantenbullen ergaben zuverlässige Durchschüsse aus allen Winkeln und "knock down" Effekte auch bei schlecht sitzenden frontalen Schädelschüssen. Die verwendeten Vollmantelgeschosse von Woodleigh oder Hornady mit 50% Gewichtsanteil des Stahlmantels zeigten keine Verformung.(-Mehr-)

- hat man ein zuverlässig verstellbares ZF auf der Büchse, lassen sich auch "plains game" Patronen für Schüsse bis 200 m realisieren unter Verwendung leichterer, aber qualitativ hochwertiger Geschosse, die im allgemeinen eine Masse von 400 gr haben. Dazu gehören z.B. die 400 grs HDB Geschosse von Reichenberg, die 400 grs Swift A-Frame, 400 grs BarnesX und 400 grs Woodleigh TM PP.
Diese Geschosse können sehr präzise bei geringer Wildpretzerstörung sein.
Leider sind die für eine sehr gute Penetration erforderlichen 500 grs Geschosse in der Monometallausführung (Kupfer) zu lang, um bei normaler Patronenlänge ausreichend Pulverraum zu ermöglichen. Deshalb sind derartige Geschosse (SuperPenetrator aus Kupfer 500 grs oder BarnesX 500grs) nur direkt in den Lauf zu laden bei sehr weit herausgesetztem Geschoss. Nur für Büchsen mit separater Handspannung zu empfehlen. Das 500 gr Woodleigh ist trotz "weldcore" Technik relativ weich und für Büffel nicht in jedem Fall geeignet.

Click für Tipps zum Wiederladen und Ballistik.

Wie sich nicht deformierende Geschosse im Wildkörper verhalten

Die Eindringtiefe üblicher Geschossformen im wasserhaltigen Gewebe wird nicht durch die Reibungs- und Staukräfte bestimmt, sondern durch die Stabilität einer Superkavitationsblase, die jedes Geschoss in wasserhaltigen Medien ( Gewebe ) erzeugt. Bricht diese zusammen, ist die Eindringtiefe am Ende. Das Geschoss stellt sich quer und ändert meistens seine Richtung. Oft bricht es nach oben aus, weil die Geschossspitze oberhalb der Bahntangente liegt und die Anströmung von unten erfolgt.

Zwei Extreme: Ein Zylinder (Wadcutter) erzeugt eine sehr stabile Blase, die Eindringtiefe wird dann durch die Staukräfte an der Front bestimmt.Weil diese sehr groß sind, ist die Eindringtiefe sehr gering. Ein sehr schlankes VLD-Geschoss dagegen bildet keine stabile Blase und hat deshalb auch nur eine minimale Penetration. Trotz seiner "Stromlinienform" stellt es sich in weichen, wasserhaltigen Medien sofort quer und ändert meistens seine Richtung.. Der praktische Kompromiss liegt also irgendwo dazwischen. Um die Stabilität der Kavitationsblase zu erhöhen und den Gegebenheiten anzupassen, kommt dann der SuperPenetrator mit der Kavitationsscheibe ins Spiel.

Es handelt sich um ein nicht deformierendes Vollgeschoss, dass auf Grund seiner Konstruktion besonders stabile Penetrationseigenschaften im Wildkörper aufweist. Normale Vollmantelgeschosse zeigen in großen Wildkörpern oft Ablenkungen und anderes Fehlverhalten und damit unzureichende Eindringtiefen. Der SuperPenetrator erreicht eine drei- bis vierfache stabile Penetration und vermeidet die bekannten Fehler wie Taumeln, Verbiegen, Zerbrechen oder Abplatten (fishtailing) der Geschosse.

Ganz wichtig ist der Drall des Geschosses. Ein Wadcuttergeschoss, aus einem Lauf ohne Drall veschossen, bricht sofort aus der Kavitationsblase aus und schlägt quer, ohne nennenswerte Penetration.

Für ein Jagdgeschoss ist weiterhin zu beachten:

--die Form des Geschosskopfes hinter der Kavitatorscheibe hat einen grossen Einfluss auf die Stabilität. Eine Ogive ist möglicherweise besser als ein Kegel. Der Radius der Ogive bzw. der Winkel des Kegels ist ein weiterer Parameter. Kleine Radien bringen keinen Vorteil gegenüber sogenannten Rundkopfgeschossen. (Hornady und Woodleigh sind keine echten Halbkugel-RN, sondern eine Mischform). Um ein Geschoss möglichst kurz zu halten, kann man eine stabile Superkavitation in zwei Stufen erzeugen. Die Länge des Geschosskopfes ist dann gleich der eines üblichen RN Geschosses.

--Bei noch guter, stabiler Superkavitation kann die Kavitatorscheibe so klein werden, dass die Staukräfte und die hydrodynamische Schockwelle sehr klein werden und dadurch eine zu geringe Energieabgabe längs des Geschossweges erfolgt.

--Für die Penetration in Knochen, dicker Haut etc. ist wiederum eine zu große Kavitatorscheibe von Nachteil.

The cartridge .458 Lott or .450 Watts and .450 Ackley Magnum.

This cartridge is a very good compromize between killing power, usability and avaibility of rifles and components. Its is a perfect cartridge for hunting all species in africa from elephant to plains game as small as duiker. For this range of use you only need two loads. Many professional hunters are relying on this caliber. Some manufacturers are now offering factory loads and also factory rifles are on the market.

Properties and advantages:

--With modern high energy powders a 500 gr bullet can propelled up to 2400 f/s, the "magic" velocity for best bullet performance on big game. The resulting muzzle energy is 8600 Joule, for comparision: .460 Weatherby: 9800, .500 Jeffery: 9300, .458 WinMag: 6300. The Penetration Index of the .458 Lott amounts to 132 and ranks in the upper class together with cartridges like the .416 Rigby and better than a .470 NE.

--The supply of belted cases and .458 diameter bullets is plenty compared to other big game cartridgs. New on the market are Hornady factory loads and properly headstamped brass as well.

--It is very easy to convert rifles, esp. .458 WinMag to this caliber. Because there is no standardisation, Lott and Watts are often mixed up. Modern reamers for the Lott are with a case length 2.850". Another improvement of the Lott concept is the forming of a "ghost shoulder" providing a parallel neck. The resulting OAL of 3.650" fits in magazines of most rifles used for conversion. The magazine capacity keeps the same and is usually 3 to 4 rounds and more than with the bigger cases. The Lott is the most powerful cartridge based on the case head diameter of the H&H belted case.

--With 400 gr bullets you can develop loads for plains game, wich show a flat bullet path and a point blank range up to 225 yards. With a good readjustable scope the rifle is appropiate for the "one rifle safari"!

--With a good recoil pad the rifle´s recoil is manageble and the weight still below 10 pounds, so you can walk with it for hours in the heat of africa.

--In emergency, you can use .458 WinMag cartridges and a lot of safari camps in africa have some Lott ammo kicking around.

The SuperPenetrator bullet:

The SuperPenetrator uses the supercavitation effect and is constructed with a cavitator disk at its nose. It can designed to an optimum of penetration and energy dissipation.

Penetration is a very complicated matter and test results are highly dependent on the methodology and and the test medium used. The only value of artificial target media such as wood, wet paper, gelatine and others is to compare one bullet to another in that particular medium. Plywood and shooting into baffle boxes has little bearing on penetration in animals.

From the field and test experiments we observed two different mechanisms of penetration in animals:

1. The penetration in aqueous tissue; limited by the stability of the bullet’s travel in a supercavitation bubble; and

2. The penetration in bone, hide and sinews; limited by the forces acting on the bullet, (friction, shear resistance, viscosity).

Penetration in big game is often limited by the stability of the supercavitation bubble and unexpected bullet paths as reported often in big animals is due to this effect.
The supercavitation itself is not primarily responsible for more or less penetration. It only keeps the rotational stabilisation going on, without supercayitation it would stop by friction. When the bubble collapses, the unstable bullet normally will veer off, in my terms penetration has stopped. By chance the bullet may go a bit further, it is not exactly predictable. There is no non cavitating bullet, but different bullet design shows different duration of the cavitation bubble. The Kynoch profil shows about 70 cm stable penetration, the SuperPenetrator, optimized for animal tissue, about 250 - 300 cm. You don´t need this extreme penetration under normal hunting conditions, but it shows very stable penetration in game and no deviation, tumbling, bending or fishtailing and a up to fourfold penetration length in animals. The research on stable penetration of hunting bullets was not done with the intention to introduce new bullets on the market. It was done just for a discussion with ballisticians, who claimed the impossibility of strraight line penetration with RN bullets.Bueffelherde in Botswana

Zurück

 Ausführliche Darstellung

 More on big game hunting