Die Kaliberfrage

Wie dick muß die Pille sein? Warum nicht endlich eine .50 BMG oder eine mit Nitropulver wiederbelebte .4 bore Elefantenbüchse im Angebot?

Welcher Afrikajäger kennt sie nicht, die abendlichen Diskussionen am Lagerfeuer nach erfolgreicher Jagd oder auch nach dem einen oder anderen Fehlschuß oder die Erklärungsversuche für die mangelnde Wirkung der Kugel?

Soll der verunsicherte Jäger, der auch auf  Großwild gehen will, nun gleich in die Vollen gehen und dem Modetrend folgend eine .700 Nitro Express sich zulegen oder wenigstens eine .585 Nyati?

Eine Antwort versucht dieser Beitrag zu geben:

Nachdem mit der .375 H&H und der .416 RemMag zwei sehr universell einsetzbare Patronen für die "one rifle" Safari bis hin zum Elefanten existieren, erhebt sich die Frage nach dem Nutzen noch größerer Kaliber. Nach praktischen Untersuchungen, Überlegungen zur Wirkung von Geschossen und Auswertung von Abschussberichten wurde für den Schuss auf den Elefanten der Penetration Index nach Alphin als geeignete Maßzahl für die Gechoßwirkung benutzt und für eine Vielzahl von Patronen berechnet. Auch wurde die Bedeutung der von vielen Profis geforderten Vo von 2400 f/s bzw. 730 m/s diskutiert. Unter Berücksichtigung vieler Faktoren wie Waffengewicht, Rückstoß und Wirkungsweise der Geschosse wird die besondere Eignung einer verbesserten .458 lang für die Jagd auf Dickhäuter in Afrika, spez. auch auf Elefanten, untersucht. Die entsprechenden Patronen .458 Lott, .458 Watts und .450 Ackley basieren alle auf der H&H Gürtelhülse und stellen deshalb mit Hinblick auf den Preis der Waffe (Umbauten herkömmlicher Büchsen) und Magazinkapazität eine gute Empfehlung dar.

Natürlich ergeben auch einige andere Patronen Werte, die sie in die Spitzengruppe einordnen, nur erfordern diese teure Spezialanfertigungen der Büchsen und sind deshalb sehr teuer und nicht für jeden erschwinglich. Auch für Doppelbüchsen gibt es moderne Randpatronen, die die genannten Forderungen erfüllen.

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