Krokodil im Luangwa-Valley, 5,50 m lang

Welches Geschoss für welches Wild?

Die folgenden Empfehlungen sind nur beispielhaft und gelten für die "ideale" Mündungsgeschwindigkeit um 2400 f/s und das Kaliber .458. Für kleinere oder größere Kaliber sind die Geschossgewichte sinngemäß zu variieren. Z.B. für .416 -> 400 oder 410 gr, für .510 -> 535 oder 570 gr.

Elefant:

Wenn auch ein 500 gr Hornady TM RK eine überragende Wirkung bei einem Herzschuss zeigt, sind doch bei der Elefantenjagd ausschließlich moderne Vollmantelgeschosse zu verwenden. Viele Jäger bevorzugen den Schuss aufs Haupt und auch bei angreifenden oder abgehenden Elefanten ist man auf die hohe Penetration der FMJ Geschosse angewiesen.

Büffel:

Bueffel im Matetsigebiet

Für den ersten Schuss benutzt man heutzutage ein modernes Teilmantel- oder Deformationsgeschoss. Als Beispiel seien 500 gr BarnesX, 500 gr Swift A-Frame oder 500 gr Hornady RK genannt. Für den zweiten Schuss auf den abgehenden Büffel wird oft ein Vollmantelgeschoss empfohlen, das gilt aber eher für die Patronen mit einer kleinen Vo. Das 500 gr Woodleigh TM RK ist schon etwas zu weich.

Flusspferd:

Viele Experten empfehlen hier auch Vollmantelgeschosse. Aber gerade für die sportliche Variante "Hippo an Land" (statt Nashorn heute Nr. 5 der "big five") gilt das gleiche wie für den Schuss auf den Büffel.

Löwe:

Man bevorzugt eher etwas weichere Geschosse. Erste Wahl ist das 500 gr Woodleigh TM RK, dann das 500 gr Hornady u. ä.

Eland und andere Großantilopen:

Wahlweise je nach jagdlicher Situation werden hier die 500 gr Deformationgeschosse oder aber auch schon die 400 gr Geschosse für weitere Schüsse verwendet.

Mittlere und kleinere Antilopen:

können mit allen, vorzugsweise 400 gr TM Deformationsgeschossen bejagt werden. Ein besonders präzizes und in der Wirkung hervorragendes Geschoss ist das neue 400 gr Woodleigh TM PP (protected point).

Wieviele Gewehre braucht der Jagdgast?

In fast allen Büchern über die Jagd in Afrika werden auch die Art und Anzahl der Büchsen bzw. Kaliber diskutiert. Ob Doppelbüchse oder Repetierer sollte keine Glaubensfrage sein, sondern muss jeder Jäger für sich entscheiden entsprechend seiner Mittel und Vorlieben, der zu erwarteteten Jagdsituation u. a.

Allerdings gibt es eigentlich keine guten Gründe, bei den heutigen Safaris eine Doppelbüchse zu führen. Die Reichweite ist beschränkt, ein 200 m Schuß auf eine kleinere Antilope mit einer speziellen Laborierung ist nur mit dem Repetierer zu realisieren, 4 Schuss aus einem Repetierer sind mindestens ebenso schnell abzugeben, wie mit einer Doppelbüchse. Es ist nicht nur das Nachladen, sondern auch, bei einem stärkeren Kaliber, das wieder ins Ziel bringen der Büchse zu bedenken.

Es ist durchaus auch reizvoll, eine Büffeljagd mit einer einschüssigen Kipplauf- oder Blockbüchse durchzuführen. Wichtiger ist schon die Frage, ob man bei einer Jagd auf Wild vom Duiker bis zum Elefanten nun eine, zwei oder gar drei Gewehre bzw. heutzutage auch Wechselläufe mitnehmen sollte. Eingedenk der Tatsache, dass man auf der Pirsch auf alles vorbereitet sein sollte und man ja im Busch nicht den Lauf wechseln kann, ist es anzustreben, nur mit einer Büchse (Kaliber) auf die Jagdreise zu gehen. Die verbesserte .458 lang ist auch hier ein idealer Kompromiß. Das 500 gr Geschoss, eingeschossen auf 100 m mit 2cm Hochschuss ist gut für alle Entfernungen bis 150 m. Das 400 gr Geschoss mit 5 cm Hochschuss kann bis 200 m ohne Haltepunktänderung eingesetzt werden. Verwendet man dann z.B. das Woodleigh PP Geschoss, liegt bei einem Kammerschuss jede Antilope im Feuer ohne grössere Wildpretentwertung. Ausschuss ca. 5 cm Durchmesser. Über 200 m sollte man als waidgerechter Jäger auf einer Pirsch eigentlich nicht schiessen und statt eine Nachsuche oder gar den Verlust des Stückes zu riskieren, lieber eine neue Gelegenheit abwarten.

Worauf man achten sollte:

Der Interessent für eine Jagd im südlichen Afrika sollte sich gut informieren über die Art der angebotenen Jagd, um später mit Freude den Anblick seiner Trophäen genießen zu können und nicht das Gefühl zu haben, unlauteren Machenschaften aufgesessen zu sein.

Eine grobe Einteilung der Jagdarten hilft schon etwas:

Zu diesem Thema das Zitat eines Dokumentarfilmers über die Jagd auf "canned lion" im südlichen Afrika:

"Today in South Africa, an industry exists in which lions in captive conditions are bred for the hunter's gun. The demand to shoot lions is enormous, as is the economic return for providing the client with a lion to shoot. More than 300 lions appear to be caught up in this sordid industry.

I have testimony from witnesses of lions having been bought from a zoo, transported to a Lowveld game farm and then "hunted" in confined areas by high-paying clients; of an elderly German hunter, who was unable to hunt on foot, being driven into an enclosure and shooting his "trophy" from the vehicle; of lions being hunted in confined areas with bows and crossbows; of lions being tranquillised, then removed from the "breeding camps" and taken to where clients are able to shoot them.

In Namibia, I was told it is a well-known fact that "trophy hunters" often pay large sums of money to shoot a trapped cheetah or leopard. I was also told that if a hunter wants a leopard really badly, he will hunting cheetah and leopard in the wilds in Namibia is regarded as difficult. A reliable source said "big-shot hunters don't have the expertise for it, and most are not fit enough anyway to follow these cats. So they pay the farmer to let them shoot one in a cage". Some operations have two very separate faces: tourism on one side, the "canned" lion industry on the other. The tourism face is of lodges, game drives, bush walks, and fine cuisine and accommodation. "Orphan" cubs might be seen gambolling around the grounds of the lodge.  But, unseen to the local and international tourists, the same place may be breeding lions to be shot by high-paying clients. In RSA there are legal "canned" hunts and illegal ones. The fact that some are legal does not make them right; it's just that the law sanctions such practices. Laws are in place that allow one to release a lion in, say, a 1 000ha fenced area to be hunted. The absurdity of this is that, because the area is fenced, the lion can not escape. To me, such laws are window-dressing for "fair chase" and legitimise a purely money-making exercise.


Am Beispiel Zimbabwes zeigt eine Karte die verschiedenen  Arten der Jagdgebiete:

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